Mittwoch, 4. Februar 2015

Fünf Monate Kanada, Exams und neues Semester!

Hallihallo, da bin ich mal wieder.

Etwas verspätet möchte ich heute noch meine Kanada-Fakten preisgeben und werde noch kurz ein bisschen erzählen, wie die letzte Woche so gelaufen ist.


1. In Kanada gibt es Ketchup-Chips. Es kann sein, dass es das vllt auch bei uns in Deutschland gibt, aber ich habe diese Geschmacksrichtung hier zum ersten mal gesehen. Die Chips sehen dann auch so richtig dunkelrot, fast schon violett aus und schmecken eben nach Ketchup! :D Ist zwar nicht so meins, aber für Kanadier ist das so ziemlich der Hit!

2. In Kanada gibt es die längste natürliche Eislaufbahn der Welt und die ist sogar in Ottawa. Es handelt sich hierbei um Rideau Canal, der vollständig zugefroren eine Strecke bis zu fast 8km erreicht. Wikipedia zufolge würde da von der Oberfläche sogar 90 Eishockey-Felder drauf passen.

Am Wochenende war ich dann auch mal mit einigen Leuten auf dem Rideau Canal skaten. Es war zwar ziemlich kalt an diesem Tag (-23°C), aber wunderschönes Wetter. Wenn man nicht ans skaten gewöhnt ist, kann das auch sehr anstrengend werden. Wir sind vom Anfang bis zum 2.2km Punkt geskatet und dann wieder zurück. Am Ende wurde ich sogar ein Stück gezogen, weil ich mit dem Tempo der sozusagen "fürs-Eis-geborenen-Kanadier" nicht mehr mithalten konnte. Hat aber total viel Spaß gemacht und sollte man auf jeden Fall mal ausprobieren! :D
Team "Austauschschüler"
3. Kanadische Kälte kann schon ganz schön bissig sein. Zur Zeit sind ja Temperaturen zwischen -15°C und -20°C so ziemlich normal. So gewöhnt man sich da auch mit der Zeit dran. Meistens ist es dazu dann aber noch windig und das ist das, was die Kälte eigentlich erst richtig hart macht. Ohne Mütze oder Kapuze hält man es draußen ja sowieso nicht aus, aber was auch noch sehr wichtig ist, ist, dass man sein Gesicht schützt, weil man sich da echt Frostbrände holen kann. Nur wenn es schneit (was es in den letzten drei Tagen macht) gehen die Temperaturen mal auf -10°C hoch, aber dann hat man eben nicht mehr so sehr mit der Kälte, dafür aber mit dem Schnee zu kämpfen.

4. Passend dazu ist auch mein nächster Punkt. Wenn es an manchen Tagen dann wirklich sehr kalt ist, hatten wir auch schon an einigen Tagen, dass uns am Morgen bei den "Morning-Announcements" gesagt wurde, wir sollen nach der Schule so schnell wie möglich nach Hause fahren und uns nicht zu lange draußen aufhalten.

5. Eine andere Sache, die es zwar auch in anderen Ländern gibt, aber eben auch in Kanada, ist, dass zu anzügliche oder nicht "jugendfreie" Wörter in der Musik einfach rausgelöscht werden. Egal ob mitten im Satz oder nicht, man hört dann für eine kurze Zeit eben nur das Playback.

6. Ich bin mir nicht sicher, ob es diese Sache nur an meiner Schule gibt, oder ob das allgemein so üblich ist in Kanada, aber wir haben in unserer Schule auch geistig behinderte Schüler. Meist lernen sie zwar nicht in den normalen Klassen, sondern separat, aber kommen in vor allem in den Pausen auch in Kontakt mit anderen Schülern.

7. Mein letzter Punkt ist, dass Kanadier nie genug Kraftdinner Zuhause haben können! Wobei ich denke, dass wir langsam mal genug haben...

So, das waren erstmal die Fakten, die ich über den letzten Monat noch gesammelt habe. Ein weiterer Punkt wären wie gesagt noch die "Exams". Das ganze ist so organisiert, dass man jeden Tag für ein Exam in die Schule kommt, dieses schreibt und dann nach Hause gehen darf. Wer an einem der Tage kein Exam hat, darf zu Hause bleiben. Bei uns war das mit der Reihenfolge der Prüfungen so organisiert: Man hat ja jeden Tag die gleichen Kurse für das ganze Semester. Somit hat man das Exam für das Fach in der ersten Stunde am Montag geschrieben, das für die zweite Stunde am Dienstag usw. Meistens hat man zwischen 1.5h - 2.25h Zeit, für Zwölfer-Kurse sogar 3h. Im großen und ganzen lief das auch ganz gut ab, würde euch aber immer noch keinen Klasse 12 Universitäts - Kurs für Physik empfehlen... :D

Das neue Semester hat dann auch gleich am Montag angefangen; also nichts mit Ferien, wie in Deutschland! Da habe ich jetzt einen Klasse 11 University Mathe Kurs (der sich glaube ich sogar nur mit Funktionen beschäftigt, wenn ich das soweit richtig verstanden habe..), dann Spanish-Kurs (man kann ja nie genug Sprachen lernen! :D), in der dritten Stunde habe ich "Auto Shop", was sich im Großen und Ganzen damit beschäftigt, wie man Autos repariert, also sehr praktisch, und zu guter letzt habe ich noch einen Zwölfer Uni Kurs in "Exercise Science", der sich mit der Anatomie des Menschen und physiologischen Funktionen befasst. Mit allen vier Kursen bin ich bis jetzt auch noch sehr zufrieden!

Als letztes möchte ich noch etwas nicht so schönes erwähnen. Und zwar hat eine Austauschschülerin aus Dänemark ihren Austausch nach der Hälfte abgebrochen. Sie hatte irgendwie schon am Anfang einige Probleme in der Schule, da sie sich mit den falschen Leuten angefreundet hatte und die dann all möglichen Mist über die in der Schule herum erzählt haben, sodass sie nicht wirklich neue Freunde finden konnte. Außerdem verstand sie sich nicht so gut mit ihrer Gastfamilie, wollte diese jetzt aber auch nicht mehr wechseln, weil die Schule für sie dann immer noch der Horror gewesen wäre und einen totalen Neustart mit neuer Gastfamilie und neuer Schule wollte sie dann auch nicht. Fand ich sehr schade, aber letztendlich kann auch sowas mal passieren.
Deswegen: immer gleich mit jemandem reden und versuchen so schnell wie möglich einen Ausweg zu finden.

Das war's erstmal von mir. Euch noch eine schöne letzte Schulwoche vor den Ferien!

Bis bald

Teresa :)

Freitag, 23. Januar 2015

Schon Halbzeit?! - Mein bisheriges Fazit

Hallihallo ihr Lieben!

Nach längerer Zeit melde ich mich nun auch mal wieder mit einem neuen Post. Der Anlass dazu ist, dass ich in den nächsten Tagen mittlerweile schon fünf von meinen Zehn-Monats-Austauschjahr hier in Kanada bin. Ich bin mir aber noch nicht so recht sicher, ob ich mich darüber wirklich freuen kann oder eher traurig sein sollte. Wahrscheinlich von beidem etwas. Glücklich natürlich, weil es heißt, dass ich "bald" meine Familie und Freunde wieder sehe und das vor allem in Momenten, in denen man mal traurig ist und das ein kleiner Trost ist. In den letzten Tagen hatte ich so ein kleines Tief. Nicht wirklich Heimweh, aber die Lehrer machen gerade ziemlich Druck wegen der Exams nächste Woche, Summative Assignments (die letzten großen Projekte, sowas wie ein "Vor-exam", das man Zuhause macht), meine Schwester fliegt am Montag für ihren Austausch nach Australien, meine Gasteltern arbeiten zur Zeit auch relativ viel und ich vermisse dann einfach das Familienleben und vor allem, dass man mal von jemandem umarmt wird. Aber ich bin sehr froh, dass ich einige sehr gute Freunde habe, denen ich das sagen kann, die mich verstehen und mich dann eben extra oft umarmen! :) Genauso wie die Lehrer immer bereit sind, einem zu helfen, wenn es Probleme gibt. Man muss eben nur auf sie zugehen und ihnen sagen, was einem schwer fällt.
Und auch ansonsten bin ich eigentlich (und uneigentlich auch :D) total glücklich, weil es mit gut geht, ich so gut wie jedes Wochenende etwas mit Freunden unternehme und es einige Sachen gibt, die in Deutschland nicht so (schön) sind. Vielleicht liegt es an den Leuten, mit denen ich hier befreundet bin, aber die Freundschaften z.B. sind wesentlich enger, aber trotzdem bei weitem nicht so kompliziert, wie in Deutschland, was glaube ich auch daran liegt, dass die Menschen hier sehr viel Respekt voreinander haben und offener sind.
Nach einem halben Jahr hier in Kanada merkt man auch langsam, was einem wirklich fehlt von Zuhause, was man vllt davor noch nicht zu schätzen wusste. Aber es wird einem auch klar, was man gerne ändern würde und was einem sicherlich fehlen wird, wenn man zurück ist. Außerdem wird man um einiges selbstständiger, auch wenn man natürlich trotzdem ab und zu Unterstützung braucht.
Was ich auch noch gerne loswerden möchte, bevor ich mal wieder ein paar kanadische Eigenheiten mit euch teilen werde, ist, dass ich mir mein Auslandsjahr nie so vorgestellt hätte, wie es jetzt geworden ist. Ich bin auch der Meinung, dass man das nicht kann, wenn man es nicht erlebt hat und es dadurch auch für Familie und Freunde manchmal schwer zu verstehen ist, was mit einem selbst eigentlich passiert und warum man auf einmal ein bisschen andere Ansichten hat und sich allgemein sicherlich etwas verändert. Aber egal wie schwer es manchmal ist, (immer noch, auch wenn ich schon fünf Monate hier bin):

Es war die allerbeste Entscheidung, die ich in den letzten 16 Jahren getroffen habe und ich kann jedem, wirklich jedem, der die Chance irgendwann mal bekommen sollte, nur ans Herz legen, diese Chance zu nutzen! (und ich schwöre, dass ich das jetzt nicht nur so sage!!)

Vorhin habe ich gerade mit meiner Schwester geredet, die wie gesagt am Montag nach Australien fliegt. Ich hab mich total in ihr wieder gesehen, als sie mir erzählt hat, wie sie sich fühlt und dass sie Angst hat, dass etwas schief geht, dass am Ende alles total blöd wird und sie es bereut. Aber man muss immer bedenken, dass es so viele Menschen gibt, die einen von Zuhause aus, sowie vor Ort unterstützen. Man muss sich nur darauf einlassen und was riskieren. An dieser Stelle möchte ich auch schon mal ein gaaaaaaaaaaanz großes Dankeschön an die Menschen widmen, die mich auf meinem Weg bis zu meinem Auslandsjahr, aber auch hier, unterstützt haben und zu mir standen und stehen und das nötige Verständnis aufbringen. Vor allem natürlich meine Eltern (ich bin mir sicher, ihr werdet wieder viele grammatikalisch inkorrekte Wörter und Sätze finden und schon allein deswegen meinen Post lesen werdet :D aber ich hab euch ganz doll lieb und bin unheimlich dankbar, dass ihr mir das hier ermöglicht habt!).

Was ich auch noch sehr wichtig finde (und das geht jetzt vor allem an die, die ein Auslandsjahr machen wollen), dass ihr euer Auslandsjahr so gestaltet, wie ihr es wollt und es wirklich ausnutzt! Die Zeit kann man nicht zurück drehen! Sagt immer ja, wenn Freunde was mit euch machen wollen, probiert Neues aus, seit offen und redet mit jemandem, wenn es Probleme gibt. Natürlich am besten mit jemandem vor Ort und im besten Falle sofort mit der Person, die es betrifft. Außerdem noch ein sehr wichtiger Punkt, den ich vllt gerade in letzter Zeit nicht so eingehalten habe, aber... Schule ist nicht so wichtig. Klar, man muss schon die Regeln von der Austauschorganisation einhalten (ein Schüler wurde schon nach Hause geschickt...) aber ihr habt zehn Monate (oder fünf, wie auch immer) und die sollten unvergesslich werden (Fotos, Fotos, Fotos!!!).

So, das ist jetzt das, was ich loswerden musste, weil ich darüber die letzten Tage ganz schön nachgedacht habe und das mal teilen wollte. Jetzt ist das natürlich schon wieder wesentlich länger geworden als ich dachte (meine Gedanken wollen gerade einfach keinen Punkt machen! :D), aber ich höre jetzt mal auf mit meiner Klugscheißerei und habe gerade entschieden, einen zweiten Post zu schreiben, sonst wird das hier zu lang! :D

Auch wenn ich es jetzt wahrscheinlich schon sooooo oft gesagt habe, muss ich es zum Schluss nochmal erwähnen, weil es ist einfach so:

Auslandsjahr = beste Entscheidung!

LG
Teresa ;)
















Mittwoch, 7. Januar 2015

Happy New Year!!

Hallihallo ihr Lieben!

Es hat bestimmt noch keiner mitbekommen, aber ja, wir haben ein neues Jahr und deswegen dachte ich, wünsche ich jetzt auch noch allen ein gesundes neues Jahr! Heute ist zwar schon der 5. Januar, aber lieber spät als nie. Ich hoffe natürlich, ihr seid gut reingerutscht und hattet ein schönes Silvester. Ich war ja wie schon angekündigt mit zwei anderen Austauschschülern in Downtown (eigentlich wollten noch ein paar mehr kommen, aber denen war es dann scheinbar zu recht zu kalt), weil dort ja ein bisschen was los sein sollte. Am meisten habe ich mich natürlich auf das Feuerwerk gefreut!!
Nachdem ich über eine halbe Stunde auf meinen an diesem Tag eher weniger pünktlichen Bus gewartet hatte, war ich schon leicht angefroren, obwohl ich mich WIRKLICH dick angezogen hatte. Es war aber sehr windig und das den ganzen Abend lang. In Downtown angekommen, wollten die anderen beiden noch schnell was essen (McD's, was sonst :D) und ich habe die Gelegenheit genutzt, um mir einen Tee zum aufwärmen zu holen! Wir saßen dann also noch ein bisschen und haben gequatscht, weil es auch noch relativ zeitig war.

Das angeblich große "Outdoor-Silvester-Event", begrenzte sich dann allerdings nur auf eine mittelgroße Bühne mit sonst wirklich nichts drum herum. Lange hielten wir es dort auch nicht aus, weil es einfach zu kalt war...Also wieder zurück und ein bisschen aufwärmen. So ging es hin und her bis kurz vor Mitternacht. Mittlerweile hatten wir auch herausgefunden, dass aus irgendeinem Grund an Silvester nach Mitternacht keine Busse mehr fahren! :D Zum "Riesenfeuerwerk" gingen wir dann zum nahe gelegenen Parliament Hill, was ich auch auf Video festgehalten habe. Überzeugt euch selbst! :D



Lecka, lecka! :D
Danach haben wir alle auch relativ schnell ein Taxi gefunden, was uns nach Hause gebracht hat. Abschließend kann ich eigentlich nur sagen: erwartet nicht zu viel vom kanadischen Neujahr!

Ein paar Tage danach war ich mir mit drei anderen STS-Tauschis bei "Cacao 70", eins der besten Cafés, wenn man Schokolade liebt (so wie ich und die anderen). Eins der Mädchen kannte ich sogar schon, weil sie auch aus Deutschland kommt und neben mir im Flieger saß, wir bis jetzt aber leider nicht viel Kontakt hatten, weil sie in einem anderen Gebiet Ottawas wohnt und somit auch nicht auf meine Schule geht. Der Nachmittag war sehr schön, wir haben viel gequatscht und uns ausgetauscht. Leider müssen die beiden (die Deutsche und die andere STS Austauschschülerin leben in der gleichen Familie) bald ihre Gastfamilien wechseln; zum Glück zwar nicht, weil es zwischen ihnen und deren Gastfamilie Probleme gibt, aber weil die Großmutter gerade in einem schwierigen Zustand ist und die Familiensituation dadurch angespannt. Ein Beispiel dafür, dass auch sowas bei einem Austausch passieren kann...
Seht ihr den kleinen Smiley
da unten?! :D
(Text war über meine Modernisierung
eines Parts aus "Othello")

Themawechsel: Ich hoffe, alle die noch die Schulbank drücken müssen, hatten einen guten Start nach den Ferien. Ich persönlich war nicht so begeistert, auch wenn ich Schule hier schon mag, wäre eine Woche Ferien mehr doch auch nicht schlecht gewesen. Zum Start gab es erstmal unheimlich viele Arbeiten wieder (mit denen ich in allen Fächern meiner Ansicht nach durchaus zufrieden sein kann ;)) und auf eine bin ich besonders stolz: und zwar meine erster englischer Text mit nicht einem einzigen Fehler!!! (ich will jetzt auch nicht angeben, ich freue mich einfach nur riesig und das hatte nun mal einen hohen Stellenwert für mich, weil für die Sprache bin ich ja hier und das sehe ich einfach als einen großen Fortschritt an). So. Das musste jetzt einfach mal mit gesagt werden! :D




Gator Gear
Außerdem haben wir heute auch "Gator Gear" bekommen. Kurz zur Erklärung: hier ist es üblich, dass man irgendetwas hat, wo die Logo oder der Name der Schule bzw. des Maskottchens draufsteht und vor ein paar Wochen konnte man da, wie jedes Jahr, Sachen bestellen. Als Andenken habe ich natürlich einen Pullover bestellt und bin seit heute offiziell "Property of Gloucester High School". Ja, ich fand den Slogan am Anfang auch nicht sooo gut; bin ja schließlich kein Objekt, aber trotzdem fand ich das voll witzig und es steht sogar mein Name auf dem Ärmel und er ist schön warm. Nur leider hat mir keiner gesagt, dass das Männergrößen sind und M dadurch auch ganz schön groß. Aber egal, war trotzdem was, worüber ich mich heute sehr gefreut habe! (:





Und jetzt...das Wetter bitte!

Hallo meine Damen und Herren und willkommen zum Wetter. Nach dem wärmeren Wetter der letzten zwei Tage, bricht jetzt wieder die Kältefront ein und lässt die Menschen doch langsam die Härten des kanadischen Winters spüren (vor allem arme Austauschschüler, die vor einer Woche noch im warmen Mexico waren...). Jedoch bringt der plötzliche Kälteeinbruch auch deine schönen Seiten zum Vorschein. Über Nacht verwandelte starker Eisregen Bäume und Sträucher in im Sonnenlicht glitzernde Phänomene, jedoch auch die Fußwege...Und es bleibt frostig. Am Mittwoch sollen die Temperaturen sogar auf fast -30°C herunterfallen! Noch dazu wird in den nächsten vier Tagen Schnee erwartet.
Das war's dann erstmal mit meinem Update der letzten Tage.





Man beachte die Beschreibung...es wird also gefährlich,
etwas draußen zu machen. Na dann lieber nicht zur Schule gehen :D
Wetter für die nächsten Tage




















Noch ganz liebe Grüße!

Teresa (:

Donnerstag, 1. Januar 2015

Weihnachtsurlaub in Mexico

STS on tour
Hallo meine Lieben, da bin ich wieder!

Ich hoffe ihr hattet alle ein wunderbares Weihnachtsfest mit eurer Familie mit reichlich Geschenken. Seit gestern bin ich wieder zurück aus einem Urlaub der ganz anderen Art und muss jetzt wieder im kalten Kanada zittern.

Zuerst muss ich mal sagen, dass der Urlaub sehr schön war und ich mich beim Wettergott für sieben Tage Sonne bei 26°C bedanken muss; das war echt supi! :D
Am 23. Dezember ging es früh um drei los. Der Flug verlief reibungslos, wenn auch mit einigen Turbulenzen. Im Hotel angekommen, war ich erstmal sehr beeindruckt und die Sonne machte gleich gute Laune. Naja, die hielt nicht ganz so lange, zumindest nicht für alle, denn mein Gastbruder merkte dann nach einer Weile, dass er irgendwie sein Handy im Flugzeug vergessen haben musste...Da hatte er echt nochmal Glück, dass sie es gefunden haben und auch noch zum Hotel gebracht haben. Das nächste Problem waren jedoch die Zimmer bzw DAS Zimmer. Denn irgendwie muss meine Gastmama beim buchen was verhauen haben. Da standen wir nun mit einem normalen Doppelzimmer für fünf Personen in einem ausgebuchten Hotel. Hm. Nach vier Stunden und einigen Telefonaten später bekamen wir dann doch noch ein extra Zimmer, was dann natürlich auch einiges gekostet hat. Am Ende des Tages waren jedoch alle glücklich.

Let's see the world!
Schöne Aussicht vom Balkon
Am nächsten Tag haben wir dann noch nicht all zu viel unternommen, nur unsere Ausflüge gebucht. Wer schon mal in der Nähe von Cancun oder Tulum war, weiß sicherlich, dass es dort diese Natur-Freizeit-Parks gibt. Meine zwei Geschwister und ich hatten uns dann für zwei entschieden: einmal Xplor und einmal XelHa. Im Xplor waren wir am Freitag und XelHa hatten wir uns für Sonntag aufgehoben. Zu beiden Parks wurden wir vom Hotel aus mit Bussen gefahren. Bei Xplor hatten wir nur leider eine Sache übersehen: man muss aus irgendeinem Grund 18 sein, um da rein zu kommen. Blöd gelaufen für uns, da wir ja nur zu dritt ohne Eltern unterwegs waren. Zum Glück hat sich dann ein Mann in der Reihe vor uns im Bus bereit erklärt, als verantwortliche Person für uns genannt zu werden und so war der Tag gerettet. Im Xplor war die Hauptattraktion die 14 Ziplines, wie man sie aus dem Kletterwald kennt, nur eben wesentlich länger, schneller und lustiger. Einige haben sogar im Wasser geendet oder man musste unter einem Wasserfall hindurch. Außerdem war ich dann noch mit meiner Schwester in den unterirdischen Höhlen paddeln und auf einer anderen Tour schwimmen. Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht, aber wer nicht nass werden möchte, hat dort keine Chance! :D Schade, dass ich keine Bilder machen konnte...

Das andere große Ereignis war dann noch XelHa (wo ich schon mal vor ein paar Jahren war, wie ich heute herausgefunden habe :D). Das war mehr direkt mit Wasser zu tun, eine Art Lagune mit etwas drumherum. Wir haben uns also Schnorchel-Zeug ausgeliehen und sind dann ein bisschen Fischegucken gegangen! :D Hat mich mal wieder einige Überwindung gekostet; ich hab es ja nicht so mit Wassertierchen...Aber trotzdem war es sehr schön.
Und dann kam das Highlight: mit Delfinen schwimmen. Ich wollte das erst nicht machen, weil mir die Tiere eigentlich schon leit tun, aber dann habe ich mir einen Ruck gegeben und die Chance genutzt. Schließlich bekommt man die Gelegenheit ja auch nicht alle Tage. Und ich muss sagen, es war wirklich beeindruckend! Auch hier konnte ich leider keine Bilder machen...
Hohoho, der mexikanische Weihnachtsmann

Weihnachtsoutfit











Die restlichen Tagen haben wir meist im Hotel und am Strand verbracht. Zu Weihnachten waren wir zwar schick essen, aber das war auch das einzige, was sich irgendwie im entferntesten wie Weihnachten angefühlt hat. Allgemein waren wir viel schick essen und haben uns nicht wirklich mal was angeschaut. Außerdem sind wir wirklich jeden Meter mit dem Taxi gefahren. Nur am letzten Tag konnte ich sie dann überreden, mit dem öffentlichen Bus mal zu einem Markt zu fahren. Aber auch da hat man gemerkt, dass meine Familie damit überhaupt keine Erfahrung hat. Da musste ich denen erstmal zeigen, wie man über Preise verhandelt! :D

Celfie-time mit meiner Schwester
Am Ende war es ein echt teurer Urlaub, aber trotzdem sehr schön! Hab mich total gefreut, dass ich mitfahren konnte!

Allen, die jetzt gerade ins neue Jahr gerutscht sind noch ein schönes Silvester. Ich mache mich dann auch bald mit ein paar Freunden auf den Weg nach Downtown. Da gibt es dann nämlich auch ein Feuerwerk!!!!!!

LG
Teresa (:





 

Montag, 22. Dezember 2014

Merry Christmas!

Hohoho meine lieben Blogleser!

In ein paar Tagen ist Weihnachten, in Deutschland gewöhnlich am 24.12., hier aber am 25.12. Zumindest eigentlich...denn da ich ja wie schon angekündigt über Weihnachten nicht Zuhause (weder hier in Kanada, noch in Deutschland) sein werde, packe ich meine Geschenke schon eher aus! Natürlich freue ich mich sehr auch den Urlaubstrip in die Sonne und Weihnachten mit 25°C ist sicherlich auch schön, leider darf ich dadurch dann aber auch keine Erfahrungen mit dem kanadischen Weihnachtsfest machen. So viel schon mal im Voraus. Ich bin gespannt, wie lang mein Post heute wird, denn es gab noch ein Schul-Event, über das ich gerne berichten möchte und dann bin ich demnächst ja auch schon ganze VIER Monate in Kanada! Was bedeutet, dass ich wieder etwas über die kanadische Kultur plaudern möchte. Ich fange jetzt einfach mal mit letzterem an.

Da ich im letzten Monat ja schon einiges über die kanadische Weihnachtszeit erzählt habe, wird heute nicht mehr so viel weihnachtliches vorkommen. Mal sehen, was ich so zusammenbekomme.

1. Es kann sein, dass ich es am Anfang schon mal erwähnt habe, aber in Kanada darf man nur sehr sehr seeeeeehr langsam fahren. Meistens 80km/h auf dem Highway. Ich wurde einfach in letzter Zeit sehr oft auf die deutsche "Autobahn" (auch in Kanada ein bekanntes Wort :D) angesprochen. Viele Kanadier können sich das überhaupt nicht vorstellen, dass man dann teilweise so schnell fahren darf, wie man will/kann.

2. Dafür fahren Busfahrer hier umso rasanter! Manchmal wird mir da schon leicht schlecht weil...ich weiß auch nicht...der Fahrstil ist einfach verhältnismäßig rasant und meistens nicht gerade gefühlvoll! :D
Dazu gibt es übrigens auch eine Geschichte, die mir neulich von einem anderen Austauschschüler im Bus erzählt wurde. Vor allem früh sind die Busse relativ voll und viele müssen stehen und da kann es eben auch mal vorkommen, dass in einer Kurve jemand mit der Tasche gegen die Scheibe der Tür stürtzt und das Glas dann Risse bekommt...

3. Zurück zum Autofahren. Bekanntlich kann man ja in Kanada den Führerschein schon mit 16 machen. Dieser wird dabei in zwei Stufen unterteilt: G1 und G2. Für die G1-Prüfung muss man aber keine Fahrstunden nehmen, sondern lediglich einen Theorietest schreiben und schon darf man mit einem Erwachsenen als Beifahrer Autofahren. Man wird schon irgendwie rausbekommen, wie das mit dem Fahren funktioniert... :D ( aber nur 80 auf dem Highway fahren...)

4. Sehr starke Schulgemeinschaft. Ich danke mal, dass das daran liegt, dass auch die meisten Freizeitbeschäftigungen von der Schule angeboten werde und man dann auch gegen andere Schulen antritt. Außerdem nehmen die Schulen an vielen Charity-Veranstaltungen teil. Eine sehr gute Sache, aber doch manchmal etwas komisch.

5. Es ist wie Weihnachten ohne Geschenke und der wahrscheinlich am meist schockende Fakt: Silvester ohne Feuerwerk!!! Ich dachte echt, dass das nur ein Witz ist, aber ja, zu Silvester sind Feuerwerke angeblich nicht üblich (ich kann es immer noch nicht glauben...).

6. Was ich auch erst jetzt vor ein paar Tagen gelernt habe ist, dass man hier, gerade im zweisprachigen Bereich Kanadas, nicht unbedingt "Merry Christmas" sagt. Warum? - Weil hier wie schon gesagt sehr sehr sehr viele verschiedene Kulturen zusammenleben und in einigen kein Weihnachten gefeiert wird, sondern eben etwas anderes. Deswegen, um nicht unhöflich zu sein, lieber "Happy Holiday" sagen, da ist man immer auf der sicheren Seite.

So langsam gibt es gar nicht mehr so viel auszuplaudern. Und somit gehe ich zum nächsten Thema über und zwar dem "Winter Wonderland Dance" meiner Schule, der am Donnerstag stattgefunden hat.
Die Eintrittskarten konnte man in der Woche davor für 5 (ich finde gerade das Dollar-Zeichen auf meiner Tastatur nicht... :( ) kaufen. Ich habe mich dann zusammen mit einer Freundin fertig gemacht und zusammen mit ihrem Freund und ihrer Schwester sind wird dann zum Tanz gefahren. Am Anfang war es so ziemlich komisch, weil natürlich auch ein paar Lehrer da waren, der Tanz fand schließlich Abends in der Schule statt, aber mit der Zeit wurde die Stimmung dann immer aufgelockerter. Es gab auch einen Fotoraum, in dem man Erinnerungsfotos schießen konnte! :D Somit war es am Ende doch ganz spaßig. Kurz nach 10 wurde dann das letzte Lied gespielt und dann war das ganze auch schon wieder vorbei.
Die ganze "Gang" auf einem Bild! :D
(links im Bild übrigens Mattia, ein anderer STS - Austauschschüler aus Italien)

So langsam bin ich doch echt in Weihnachtsstimmung und habe auch schon ein paar schöne Geschenke bekommen über die ich mich sehr gefreut habe! Den Rest werde ich dann wahrscheinlich heute noch auspacken (ich liebe Geschenkeauspacken!!) und dann geht es morgen früh auch schon in den Flieger nach Mexicooooo!!

So meine Lieben, das wars dann auch schon wieder. Ich wünsche dir noch eine wunderschöne Weihnachtszeit, schöne Geschenke und einen wundervolle Zeit mit der Familie!

Hohoho und fröhliche Weihnachten!!

Alljährliche Weihnachts - Transformation! :D
(nach Weihnachten kommt der Bart dann wieder ab ;) )















Teresa (:

Sonntag, 14. Dezember 2014

Weihnachtskonzert

Hallihallo,

Ich möchte nur mal ein kurzes Update posten, weil es eigentlich nicht viel Neues gibt.

Zuerst einmal hatte ich vor ein paar Tagen ein richtig schönes Weihnachtskonzert vom Music Department meiner Schule. Es waren sogar ziemlich viele Leute da und die einzelnen Auftritte waren sehr schön. Meine Gast-Mama war mit einer Freundin sogar auch da!

Ansonsten gehen jetzt die Vorbereitungen für unsere Semester-Abschlussprüfungen los, d.h. noch mehr Hausaufgaben als sonst....(ich weiß, ich weiß, Schule zählt hier nicht, aber ich will trotzdem gut abschneiden. Der Ehrgeiz lässt grüßen  :D)

Letzte Woche sollte ich dann auch unsere Französisch -Klasse halten, weil unser Lehrer nicht da war. Fand ich ziemlich ironisch, weil ich ja die einzige Austauschschülerin in der Klasse bin und dann ausgerechnet ich französische Grammatik lehren soll. :D War aber trotzdem lustig und zum Glück hat die letzten 20min dann auch noch ein Vertretungslehrer übernommen.

Und wer sich nicht über das kanadische Wetter auf dem Laufenden hält: es hat vor ein paar Tagen schon wieder schön geschneit und über Nacht hatten wir 30cm Schnee! Sehr kalt ist es hingegen zur Zeit zum Glück nicht.

Wie du schon merkst, viel zu erzählen gibt es nicht.

Um schon mal anzukündigen: über Weihnachten werde ich nicht Zuhause sein, weil ich mit meiner Gastfamilie ja eine Woche nach Mexico fliege!! Ich freue mich schon total drauf, ein paar Tage die Wärme zu genießen. Natürlich halte ich euch über meine Erlebnisse auf dem Laufenden! ;)

Das war's auch schon

Noch einen schönen dritten Advent

LG
Teresa (:

Mittwoch, 3. Dezember 2014

"Selbstgemachte Hamburger sind kein Fast-Food!"

Um gleich mal zur Überschrift zu kommen: genau das hat meine Host-Mom letzte Woche beim Einkaufen gesagt. Ich denke mal, über dieses Statement kann man sich streiten, fakt ist jedoch, dass aus meiner Sicht viel Fast-Food gegessen wird, auf jeden Fall mehr, als ich in Deutschland gegessen habe.

Und damit herzlich Willkommen zu einem neuen Post! Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, den schon am Wochenende zu schreiben, aber wie das dann immer so ist, ist schneller wieder Montag als man denkt. Wobei ich dieses Wochenende auch sehr viel erlebt habe!
Im großen und ganzen kann man sagen, dass es jetzt nochmal ordentlich stressig wird, weil wir nach Weihnachten dann unsere ganzen Abschlusstests schreiben und in ein paar Fächern auch noch größere Abschlussprojekte machen müssen. In Französisch musste z.B. jeder ein Back/Koch-video machen und sein Resultat dann an einem Tag mitbringen. Hinzu kommen natürlich noch die gewohnten Anhäufungen von Hausaufgaben... :D

Letzten Freitag (und eigentlich auch das ganze Wochenende) war "Black Friday" (schwarzer Freitag) der vor allem in den Staaten sehr groß gefeiert bzw. geshoppt wird. Denn beim "Black Friday" handelt es sich um einen Tag, an dem sämtliche Sachen ziemlich stark reduziert sind und man sich da in Läden wie Walmart auch wirklich Verletzungen durch das ganze Geschubse zuziehen kann. Ich bin heil zurückgekommen und muss sagen, dass im lokalen Einkaufszentrum dann gegen 18.00 eigentlich nicht mehr außergewöhnlich viel los war. Und natürlich musste ich dabei wieder mir vollster Überzeugung mein "Ich-dachte-das-heißt-so"- Vokabular anwenden.So werde ich jetzt von einem Klassenkameraden wahrscheinlich zu WEIHNACHTEN "SANTAsizer" bekommen. Was ich aber eigentlich meinte, war "sanitizer", also Desinfektionsmittel.Schöner Weihnachts-gag auf Kosten eines armen Austauschschülers! :D

Am Samstag sind dann die Kinder von meinem ganz ältesten Gast-Bruder, der schon gar nicht mehr Zuhause wohnt, zu uns gekommen und die mussten dann natürlich auch etwas beschäftigt werden. Der Film "Die Pinguine von Madagaskar" ist übrigens ein sehr süßer Film... :D

Am Sonntag war ich dann noch mit einem Austauschschüler aus Italien, der auch mit STS reist und ebenfalls auf meine Schule geht, in Downtown. Schließlich leben wir jetzt schon seit drei Monaten in Ottawa und ich muss sagen; eine echt schöne Stadt, in der wir hier leben! :D Wir sind ein bisschen rumgelaufen und haben uns das Parlament angeschaut. Natürlich haben wir dann auch endlich mal "Beavertail" probiert, ein Gebäck was etwas an Langos aus Crêpe-Teig erinnert und auch den selben Belag hat. War seeeehr lecker!
Parliament Hill, Beavertail und Kanal
Sonntag Abend, ich konnte es kaum glauben, haben wir dann auch noch für Weihnachten dekoriert!!! Der Baum ist zwar, wie auch sonst, aus Plastik, aber sieht total echt aus und zusammen mit meiner Schwester habe ich ihn dann auch noch geschmückt und zum Leuchten gebracht. Außerdem hat Mom uns beiden noch einen Mini-Weihnachtsbaum gekauft für unsere Zimmer gekauft (meiner ist pink!!). Somit ist es doch noch schön weihnachtlich geworden.
Hohohoooo
Und da meine Eltern und auch Großeltern mir ja ein großes Paket mit deutschen Süßigkeiten und Weihnachtsgebäck geschickt haben, habe ich das dann auch gleich noch ein bisschen an meine Gast-Familie verteilt. Deutsche Schokolade ist der Hit!!! :D

So, mehr gibt es erstmal nicht zu berichten, außer, dass es heute seeeeeeeehr kalt war, vor allem der Wind. Aber gut, das ist eben Kanada! :D

LG und eine schöne Woche

Teresa (: