Donnerstag, 23. Oktober 2014

Zwei Monate sind schon um?!

Hallihallo, da bin ich wieder! :D

Denn es ist mal wieder Zeit, die kanadische Kultur etwas näher unter die Lupe zu nehmen, denn mir sind doch einige neue Macken aufgefallen.

1. Desinfektionsmittel und Taschtücher für alle! Vor allem in der Schule steht in jedem Klassenzimmer mindestens eine Flasche Händedesinfektionsmittel und zwei Boxen Taschentücher rum, die von jedem benutzt werden können. Außerdem hat so gut wie jeder eine kleine Flasche Desinfektionsmittel immer am Mann.

2. Kanadier sind Schnäppchenjäger. Ich glaube das hatte ich sogar schon mal erwähnt, aber es ist wirklich so, nicht nur bei Lebensmitteln, sondern auch bei Kleidung. In sogut wie jedem Laden gibt es Angebote, wie "Kaufe eins, bekomme das zweite für den halben Preis" oder "Nimm 5 für den-und-den Preis". Und dann wird eben auch ein zweites Paar Schuhe gekauft oder nach fünf Teilen gesucht, obwohl man es eigentlich nicht braucht.

3. In der Schule gibt es einen Breakfast-Club. Ich weiß zwar nicht, ob das nur an meiner Schule so ist, aber man kann jeden Morgen in der Schule kostenlos frühstücken. Zur Auswahl stehen da Bagels und verschiedene Beläge und Getränke, sowie Obst, Joghurt und Kracker.

4. Das Geschirr wird abgespült, bevor es in die Maschine kommt. Fragt nicht warum, es ist einfach so, auch wenn es doppelt gemoppelt ist. :D

5. Im Laufe des Schuljahres bekommt man ab und zu "Student Report Cards", die wahrscheinlich vergleichbar mit Halbjahresinformationen sind, per Post zugeschickt werden und (eigentlich*) den aktuellen Stand in den einzelnen Fächern zeigen soll.
(*keine Ahnung, wie ich bis jetzt in Physik auf "Excellent" stehen kann und in Französisch dafür nur auf "Satisfactory"... :D)

6. Kanadier mögen wirklich keine Eichhörnchen! Ja, ich dachte es wäre nur ein Klischee, aber Kanadier mögen wirklich keine Eichhörnchen, weil die hier eine ganz schöne Plage sind.

7. Man spürt den Nationalstolz überall. Kanadier sind sehr stolz auf ihr Land und mögen es nicht, mit den US-Amerikanern verglichen oder gar gleichgestellt zu werden. Man sieht sehr oft kanadische Flagge, egal ob auf Verpackungen, Kleidung oder an Fahnenmästen; es wird viel mit dem eigenen Land geworben. (Ich habe mir mal versucht vorzustellen, wie es wäre, wenn man das gleiche in Deutschland machen würde. Wahrscheinlich würde man Deutschland dann wieder sehr rechts einstufen...)

8. Viele Leute können ein paar Brocken Deutsch oder wollen etwas lernen. Das hat mich sehr beeindruckt, weil wenn man gerade in der Schule jemandem sagt, dass man aus Deutschland kommt, wird man gleich mit einem "Wie geht's?" oder "Guten Morgen" begrüßt! :D

9. In der Schule wird mit Bleistift geschrieben. Egal ob im Hefter oder in Arbeiten, Bleistifte sind Standard, manchmal auch Kulis, aber Füller sind ein Fremdgegenstand und Killer reinste Wunderstifte! :D

10. Wenn du einen Radiergummi brauchst, frage nie nach einem "rubber". Vielleicht geht es da einigen so wie mir, aber ich habe in der 5. Klasse gelernt, dass "rubber" Radiergummi heißt und musste in der Klasse da neulich auch mal jemandem danach fragen. Da fing ich mir nur einen Lacher ein fragte einfach weiter, bis ich dann irgendwann mitbekam, dass etwas nicht richtig sein konnte. Also nochmal kurz nachgedacht, vllt liegt es ja an der Aussprache. Als ich mich dann wahrscheinlich genug zum Ei gemacht hatte, wurde ich dann endlich mit einer Erklärung erlöst. "Rubber" heißt hier nämlich "Kondom" und das war nun wirklich nicht das, was ich für mein falsch geschriebenes Wort brauchte. Fragt lieber nach einem "eraser", das erspart euch einiges..!

Ich wünsche allen schulpflichtigen wunderschöne Ferien, ich hab ja leider keine :(

Bis bald
Teresa ;)

Niagarafälle und Lock down

Meine lieben Blogleser, zuerst möchte ich alle beruhigen. Wie ich gehört habe, wurde in Deutschland auch über den Mordanschlag auf einen Soldaten bei einer Gedenkfeier auf dem Parliament Hill und den darauf folgenden Lock down hier in Ottawa berichtet.
Auch meine Schule war im Secure-School-Modus, was bedeutet, dass niemand die Schule verlassen oder betreten darf. Ansonsten habe ich aber nichts weiter live miterlebt und bin am Nachmittag auch mit dem Bus gut nach Hause gekommen.

Aber nun zum angenehmen Teil. Ich durfte nämlich fünfe schöne Tage an den Niagarafällen verbringen! Dad Wetter war zwar etwas kalt und verregnet, aber selbst das konnte den Fällen nicht ihre Imposanz nehmen.
Allerdings muss ich gestehen, dass ich am Anfang etwas enttäuscht war, weil ich eigentlich dachte, dass die Niagarafälle in einer Art Naturschutzgebiet liegen und nicht so zugebaut sind...aber gut, es ist eben auch ein Touristenmagnet und gehört nun mal zu Kanada!
Außerdem gibt es nicht allzu viele Attraktionen ringsherum, die einen bei Laune halten können und das Wundermittel bei meiner Gastfamilie lautet da shoppen! :D
Trotzdem finde ich, dass es ein schönes Wochenende war und man die Niagarafälle schon mal gesehen haben sollte, wenn man in Kanada ist.

Liebe Grüße
Teresa :)

Freitag, 10. Oktober 2014

Schulstress ist auch hier kein Fremdwort

Hallihallo meine Lieben!

Ja, mich gibt es auch noch und nein, es liegt nicht an deiner Internetverbindung, dass du keinen neuen Post von mir leden konntest, ich war einfach sehr beschäftigt. Aber heute endlich ist es mal wieder so weit! :D
Ich habe nämlich einen PD-Day, also sowas wie bei und einen freibeweglichen Ferientag, und sitze jetzt gerade mit Nutella-Toast und Cornflakes in der Küche und frühstücke.

Zuerst einmal zur Schule: dort ist weiterhin alles bestens, es macht Spaß, auch wenn mir vor allem Physik noch recht schwer fällt, aber da bin ich in meinem Kurs zum Glück nicht die einzige. Aber immerhin hab ich diese Woche gelernt, wie man nur mit einem Winkel als gegebene Größe die Beschleunigung berechnen kann! :D
Englisch ist super, da lernt man richtig viel und die Lehrerin ist gut.
Französisch ist eigentlich auch ganz ok, wobei und der Lehrer immer klar machen will, was Falsches seine Kollegen uns all die Jahre beigebracht haben... :D
Zu guter Letzt habe ich dann ja auch noch Canadian Family und das ist auch sehr interessant und wir reden auch gerade über einen deutschen Soziologen, der das Prinzip des "verstehens" begründet hat. Da unser Lehrer leider kein Deutsch kann, hat er "versthen" an die Tafel geschrieben und er wusste auch nicht, was dieses Wort bedeutet. Gott sei dank konnte ich dann die Initiative ergreifen und alle Missverständnisse aufklären! :D
Und dann habe ich diese Woche noch meine Kurse für das nächste Semester gewählt (ich hoffe, meine Eltern schlagen jetzt nicht die Hände über dem Kopf zusammen). Ich habe mich also für "Food Science Grade 12", "English Grade 12", "Travel and Tourism Grade 11" und "Exercise Science Grade 12" entschieden. Also in "Food science" kocht man nicht nur, sondern es geht eher in die Richtung, wie unser Fach Gesundheit in Deutschland und "Exercise Science" ist vergleichbar mit Physiotherapie. Ich hätte auch gerne Französisch weiter gemacht, aber da war nur noch der gleiche Kurs frei, den ich dieses Semester schon nehme und zwar in der Stunde, in der ich jetzt Englisch gewählt habe...

Dann hatte meine Schwester vor knapp 2 Wochen Geburtstag und da waren wir mit ihrem Bruder und zwei Freuden beim Laser Quest und haben uns der "Iron man challenge" gestellt. Das hat wahnsinnig viel Spaß gemacht! :D
Letzten Freitag war ich dann mit meiner Gastschwester und einer Freundin auf einer Gruselfarm. Das war richtig gut gemacht! Eben eine alte Farm und die umliegenden Felder und das Wäldchen zu einer Gruselort umfunktioniert. Und ich schwöre, es war wirklich richtig gut!

Die Wochenende waren ansonsten immer eher ruhig, weil auch meine Gastgeschwister einiges an Schulzeug machen müssen.

Nächste woche fahre ich dann mit meinen Gast-Eltern und Schwester für 5 Tage zu den Niagarafällen. Da freue ich mich schon total drauf!! Aber leider geht es zu Weihnachten dann doch nicht auf Hawaii, weil der Flug einfach zu teuer ist und mein Gast-Papa auch nicht so lange frei nehmen kann...

Ach und eine große Spezialität ist hier übrigens Apfel mit Erdnussbutter und ich muss leider zugeben, dass das gar nicht mal so schlecht schmeckt... :D

Im großen und ganzen war's das jetzt erstmal. Ich melde mich, wenn es spannende Neuigkeiten gibt! ;)

Bis dahin

Teresa :)

Donnerstag, 25. September 2014

Lauf um (d)ein Leben

Hallo lieber Blog-Leser,

Heute war mein erster Cross-Country-Lauf und ich kann dir sagen: es war der Horror!
Der Lauf war Teil der Terry-Fox-Champagne, die hier jedes Jahr läuft. Terry Fox war ein an Krebs erkrankter Mann, dessen Bein deswegen amputiert werden musste. Um auf seine Krankheit aufmerksam zu machen, rannte er quer durch Kanada und starb am Ende an Lungenversagen, als diese vom Krebs erreicht wurden.
Jedes Jahr laufen also etliche Schüler um das hier ansässige Krankenhaus, um Geld für die Krebshilfe zu spenden. Ich habe mit dem Cross-Country-Team (stolze 7 Leute, von denen 3 dann unsere Schule repräsentierten) an einer etwas anstrengenderen Version teilgenommen. Das "etwas" heißt in diesem Fall, dass ich innerhalb von 5km zwei mal einen Berg hoch und runter, am Strand entlang, durch  Wald und Wiesen rennen musste. Ich bin ein sehr ehrgeiziger Mensch und gebe wirklich selten auf, aber als ich den Berg in der zweiten Runde dann nochmal hoch musste, gehörte ich zu denen, die gelaufen, statt gerannt sind. Dementsprechend völlig am Ende kam ich dann im Ziel an. Vielleicht sollte ich doch lieber bei meinen geliebten 100m bleiben! Aber was tut man nicht alles für einen guten Zweck...! :)
Einer unserer neunt-Klässler machte in seiner Altersklasse dann sogar den dritten Platz! Ehre der Schule nochmal gerettet :D

Was ich ebenfalls keinem verschweigen möchte, ist der Unterschied zwischen "Fridge" und "Freezer". Ich weiß jetzt, dass ersteres Kühlschrank und letzteres Gefrierfach heißt...aber leider erst seit gestern. Denn vorgestern meinte meine Host-mom, ich solle doch zwei Wasserflaschen in die Fridge legen, damit sie am nächsten morgen schön kühl sins. Leider hatte ich am nächsten morgen dann sehr gekühltes Wasser in einem anderen Aggregatzustand. Zum Glück habe ich das bis zum Rennen wieder aufgetaut bekommen! :D

Und ich habe heute auf dem Areal auch eine wunderschöne Leichtathletik-Anlage und einen dazugehörigen Verein gefunden, der auch eine richtige Leichtathletik-Halle für den Winter hat, aber pssssssst! :D

Dir noch eine schöne Woche
LG Teresa

Sonntag, 21. September 2014

Ein ähnlich anderes Leben

Nachdem jetzt schon die ersten Beschwerden bei mir reingekommen sind, bemühe ich mich heute mal wieder um einen Beitrag in meinem Blog.

Fast einen Monat bin ich nun schon hier und Canada wird zu meinem zweiten Zuhause. Aber trotz dass ich finde, dass das Leben ähnlich wie in Deutschland ist, gibt es doch einige Unterschiede, die ich heute mal zusammentragen werde!

Schule

1. In der Schule ist es in meinem Teil Kanadas üblich, jeden morgen vor der ersten Stunde die Nationalhymne zu singen (eigentlich eher zuhören, es singt keiner mit :D)

2. Wie aus den amerikanischen Filmen, gibt es in den meisten Zimmern Einzelbänke. Die Stühle sind mit einem Metallrohr am Tisch festgeschraubt (du kannst dir gar nicht vorstellen, wie oft ich schon versucht habe, meinen Stuhl zurückzuschieben und dabei dann eben den ganzen Tisch mitgenommen habe :D).

3. Es gibt freies W-Lan in Schule.

4. Jede Stunde dauert 75 Minuten. Zwischen der ersten und zweiten bzw. dritten und vierten sind je 5 Minuten Pause. Zwischen der zweiten und dritten Stunde ist eine ganze Stunde Mittagspause.

5. Pro Halbjahr hat man jeden Tag die selben vier Fächer, wobei die sich die Fächer in der dritten und vierten Stunde jeden Tag tauschen.

6. Ebenfalls ein wahres Hollywood-Cliché: Jeder Schüler hat sein eigenes Schließfach ("Locker").

7. Bewertungssystem: Habe ich noch nicht ganz durchschaut, gibt es glaube ich verschiedene. (Und glaube niemals einem Lehrer, der behauptet, das ganze Jahr sein "schülerfreundliches Bewertungssystem" durchzuziehen!!)

8. In den meisten Fächern ist es erlaubt, während des Unterrichts Musik zu hören, solang man damit keinen anderen stört.

9. Da meine Schule erst relativ spät am Tag anfängt, werden viele der "After-School-Activities" schon vor der ersten Stunde angeboten.

10. Arbeiten kann man hier nicht nachschschreiben. Wer am Tag des Tests nicht da war, bekommt 0 Punkte.

11. Von Mathe und vor allem Physik weiß ich, dass das Niveau ähnlich wie in Deutschland ist (nimm niemals Physik Klasse 12 University, wenn du davor noch nicht in der 11. warst! Egal, wie gut du bist, es ist der Horror!! Ich spreche aus Erfahrung... :D)

Menschen

1. Kanadier sind unwahrscheinlich nett und immer hilfsbereit. Jeder wird in eine Gemeinschaft sehr schnell aufgenommen.

2. Kanadier sind sehr weltoffen. Das mag wahrscheinlich auch daran liegen, dass es nur wenige "richtige" Kanadier gibt. Viele Familien sind zugezogen oder leben erst seit wenigen Generation hier. So habe ich in meinem "Canadian Family"-Kurs unter anderem Schüler mit Eltern aus Afghanistan, Äthiopien, Senegal China, Dänemark und der Türkei. Es macht Spaß, sich mit so vielen verschiedenen Menschen zu unterhalten.

3. Die überwiegende Zahl der Familien hat mehr als ein Auto und damit wird auch sehr viel gefahren.

4. Kanadier haben panische Angst vor Bienen und Wespen. Das ist mir jetzt schon mehrere Male aufgefallen. Egal ob in der Schule oder der Öffentlichkeit.

5. Kanadier kaufen sehr viele Lebensmittel und Schnäppchen, auch wenn sie vielleicht nicht alles davon brauchen.

Allgemeines Leben

1. Wenn beide Eltern berufstätig sind, wird unter der Woche selten gekocht. Meist wird dann was bestellt, mitgebracht oder man geht essen.

2. In meiner Gastfamilie ist es Standart, sein Handy immer und überall mit dabei zu haben - auch beim Essen. Außerdem ist es in meiner Familie nicht üblich, dass unbedingt alle zusammen essen, war am Anfang zwar etwas ungewohnt, aber ist jetzt gar nicht mehr so unpraktisch.

3. Tim Hortons ist das kanadische Starbucks und ein MUSS.

4. Fast jeder hat ein iPhone. Apple ist hier die überwiegende Marke bei Computer, Handy & Co., ist aber auch lange nicht so teuer wie bei uns.

5. Die Mehrwertsteuer ist beim angegebenen Preis im Laden noch nicht mit drin! Den "wahren" Preis erfährt man erst an der Kasse.

6. Milch gibt es hier überwiegend in Tüten zu kaufen.

7. Mindestens einmal pro Woche wird ein Film auf Netflix geschaut.

8. Jeder Kanadier besitzt mindestens ein Kleidungsstücke von "Roots", der kanadischen Landesmarke.

Fazit

Mein Fazit nach fast einem Monat in Kanada: Trotz vieler Unterschiede ähnelt das Leben doch dem in Deutschland. Man lebt sich sehr schnell ein und wird überall gut aufgenommen. Für ein Auslandsjahr auf jeden Fall eine sehr gute Wahl!

LG Teresa

Sonntag, 14. September 2014

Schülerfreundliches Bewertungssystem

Hallihallo,

Ich weiß, ich habe mich jetzt eime Woche nicht gemeldet, aber es gab einfach nicht so viel Neues zu berichten.

Letzte Woche habe ich lediglich nochmal meine Kurse getauscht, nachdem ich in der ersten Wochen so sehr gelangweilt war. Ich entschied mich also weiterhin in meinem Französisch-Kurs zu bleiben, jedoch Physik, Psychologie und Mathe auf Klasse 12 Niveau zu nehmen. Mathe machte mir dann jedoch schon erhebliche Schwierigkeiten und der Lehrer war auch nicht besonders entgegenkommend, sodass ich diesen Kurs nochmal in einen normalen Englisch-Kurs tauschte. Mit dieser Kurswahl bin ich jetzt auch echt glücklich.
Am Freitag gab es dann auch wie versprochen die erste Cookie-Runde in Französisch und unser Lehrer hat das "Wer-es-versucht-bekommt-die-bessere-Note"-Bewertungssystem auch wirklich umgesetzt. Wir sollten nämlich einen Dialog schreiben, den abgeben und spontan aus dem Kopf mit unserem Partner vorführen. Auf die gestotterten paar Sätze, die wir dann alle gerade so noch zusammenbekommen habe, haben wir jedoch alle die beste Note (A+) bekommen! :D
Auch in Psychologie (ich glaube, dass ich da im falschen Kurs bin, denn unser Lehrer nennt ihn immer "Canadian Family" und den Kurs gibt es auch) ist das Bewertungssystem sehr Schülerfreundlich. Da haben wir diese Woche zwei kleine Tests geschrieben; beim ersten hat unser Lehrer die Lösungen danach an die Tafel geschrieben und wir konnten alle nochmal berichtigen, beim zweiten mal durften wir uns vor Abgabe des Tests nochmal mit der ganzen Klasse besprechen... :D
Auch die "After School"- Aktivitäten sind sehr schön. Da die Schule ja sehr spät anfängt, sind die teilweise auch schon vor Schulbeginn. Somit habe ich jetzt drei mal pro Woche Cross-Country-Training und zwei mal Chor.
Anfang der Woche hat mich dann auch meine Betreuerin von STS angerufen und gefragt, wie es mir geht und ob es mir gefällt. Und ob es mir gefällt! Was für eine Frage! :D
Bis jetzt bin ich total froh hier zu sein und bereue die Entscheidung kein Stück!

LG
Teresa

Montag, 8. September 2014

Downtown(-Shopping)-Trip

Hallo alle miteinander,

Schwupdiwup ist das Wochenende schon wieder rum und es geht in die zweite Schulwoche!
Nachdem mein Samstag gestern nicht mehr als ruhig war, war der Sonntag umso schöner. Nicht nur, dass wir hier noch strahlenden Sonnenschein und Temperaturen um die 22°C haben, nein, heute nun endlich sollte ich die Stadt Ottawa, in der ich mittlerweile schon zwei Wochen lebe, mal von ihrer sehenswerten Seite kennenlernen. Unser Ziel war also Downtown! :D
Zu viert machten wir, meine Gast-mom, -Schwester, deren Freundin und ich, uns nach einer kleinen Stärkung auf den Weg in die Innenstadt. Doch wir sollten den Weg dort hin nie finden, denn zuerst mussten wir vier Frauen gegen die Versuchung kämpfen, das erste, uns geradezu anlachende Schuhgeschäft zu betreten. Du kannst dir sicherlich denken, dass der Sieg ans Schuhgeschäft ging, ABER Schuhe sind in Kanada echt preiswert! Ich glaube, dass man in Deutschland Vans für 35€ eher selten bekommt. Als nächstes ging es dann in einen Souvenir-Shop, weil ich einen Canada-Pullover kaufen wollte, aber den gab es nicht in meiner Größe, also ging es weiter in eine Mall, die auch sehr sehenswert war! :D
Wir verließen sie zwei Stunden später, mit vier Tüten mehr und etwas Geld weniger in der Tasche, wobei ich mich betont zurückgehalten habe und fuhren mit dem Bus zurück nach Hause. Erst da viel uns wieder ein, dass wir ja eigentlich für was ganz anderes nach Downtown gekommen waren. Aber was soll's, im Gegensatz zum Sommerschlussverkauf wird die Altstadt in ein paar Wochen ja immer noch da sein!
Und falls du dich jetzt fragen solltest, wie man zum Sonntag shoppen gehen kann - der Sonntag ist hier kein Ruhetag wie in Deutschland, die meisten Geschäfte haben da trotzdem auf.

LG
Teresa