Samstag, 23. August 2014

Canada, i'm coming!

Hallo meine lieben Blog-Leser,

heute nun war es so weit. Ich musste mich von meiner Familie und Freunden für die nächsten 10 Monate verabschieden. Schon im Vorfeld fand ich die Vorstellung daran grausam. Somit war mein Motto, die letzten Tage besonders zu genießen, vor allem mit meinem Freund und meiner Familie.
Ich hatte Glück, denn mein Flug ging erst 14.35 Uhr von Berlin-Tegel, sodass ich auch ausschlafen konnte. Die Fahrt zum Flughafen jedoch war für mich nicht so  schön. Ich war total aufgeregt und mir war dadurch auch ziemlich schlecht und auch das warten bis zum Check-in war nicht besonders angenehm. Aber ich wurde noch von Freunden überrascht, die extra nochmal nach Berlin gefahren sind, um sich von mir zu verabschieden. Als es dann endlich so weit war, verabschiedeten wir uns nur kurz, von jedem nochmal gedrückt und ein paar letzte Worte gesagt bekommen, dann war ich weg.
Der Flug bis nach Heathrow war angenehm und dort traf ich auch gleich eine andere Austauschschülerin, die mit dem Flieger aus Frankfurt gekommen war und auch nach Ottawa gehen wird. Außerdem trafen wir auf dem Gate noch andere Tauschis aus ganz Europa, sodass wir am Gate an die 50 Leute waren.
Auf der Flug nach Montreal verlief gut, nur schlafen konnte man nicht viel, aber gut, was soll's :D
Jetzt sitze ich in Montreal mit zwei Koffern, meinem Rucksack und der Laptoptasche und warte auf mein Visum, das kann aber scheinbar noch eine ganze Weile dauern...Aber immerhin gibt es ja W-lan! :D
Nachher fahren wir alle zusammen (bis auf 2) mit dem Bus nach Ottawa und übernachten dort in der Gruppe. Davon wusste ich zwar bis vor ein paar Stunden noch nichts, aber die anderen wissen auch nicht viel mehr. Ich lasse mich also überraschen.

Bis bald
Teresa

Freitag, 22. August 2014

Ein typisch deutsches Gastgeschenk

Was wäre dir da spontan eingefallen? Mir gerade mal Bratwurst, Sauerkraut und Bier. Naja, zugegeben keine so tollen Ideen... :D Es soll ja auch was sein, dass die Kanadier noch nicht kennen oder was es bei ihnnen nicht zu kaufen gibt. Aber gut, wozu gibt es denn das schlaue Internet?! Also haben wir mal ein bisschen rumgestöbert in verschiedensten Foren und sind auf die kuriosesten Sachen gestoßen, was Kanadier alles gerne aus Deutschland hätten. Soetwas wie Quark oder Schokolade in der Form, wie wir sie hier kennen, gibt es dort bspw. nicht. Schokolade?! - Ja, Schokolade. Vorzugsweise Milka (aber auch Niederegger Marzipan, Mozartkugeln usw.). Rittersport wird man noch finden, aber die soll in Kanada sehr teuer sein.
Außerdem beliebt sein soll die "Collorado"- Mischung von Haribo und allgemein deutsche Gummibärchen.
Das mit dem Süßkram wurde mir sogar von einer echten Kanadierin bestätigt und die sollte das ja wissen! :D
Von ihr weiß ich auch, dass Füller in Kanada unbekannt sind. Scheinbar schreiben die dort alle mit Kuli oder so...
Außerdem habe ich mich entschieden ein englisches Kochbuch mit deutschen Gerichten, ein Buch über meine Heimatregion und ein selbst gemachtes Glas Marmelade zu verschenken.
Für Weihnachten habe ich dann noch ein Räuchermännchen und Räucherkerzen im Gepäck. Mal sehen, wie das ankommt.

Bis bald
Teresa

Samstag, 2. August 2014

Stipendium - Lohnt sich der Aufwand?

Hallihallo,

Da ich mich für ein Stupendium beworben habe und mich jetzt auch als stolzer Besitzer eines Stipendiums bezeichnen darf, möchte ich darüber an dieser Stelle ebenfalls nochmal ein paar Worte verlieren. :)

Bei mir kam die Überlegung, sich für ein Stipendium zu bewerben relativ spät, da es nur wenige Organisationen gab, die auch Austauschschüler mit nicht geringverdienenden Eltern unterstützen. Da ich jedoch einen Teil meines Austauschjahres selbst bezahlen muss, versuchte ich es doch und zwar über meine mehr oder weniger ehrenamtliche Arbeit. Die "Deutsche Stiftung Völkerverständigung" bietet solch ein Stipendium an, worauf ich mich auch beworben, jedoch eine Absage erhalten habe. Der Umfang für die Bewerbung auf das Stipendium hielt sich eigentlich in Grenzen, macht also keine größeren Umstände.
Außerdem bot meine Austauschorganisation STS Stipendien an. Hier musste man jedoch etwas mehr machen. Neben einer Begründung, warum man selbst gerade für das Stipendium geeignet ist und Nachweise für ehrenamtliche Arbeit, musste ich mein Austauschland möglichst kreativ vorstellen. Ich entschied mich für ein Plakat mit witzigen Fakten über Kanada. Das schien auch gut angekommen zu sein, denn ich erhielt ein einmaliges Teilstipendium in Höhe von 500€!!

Es kann sich also lohnen, sich zu bewerben, man sollte nur mal wieder früh genug anfangen, ich hätte nämlich fast die Bewerbungsfrist verpasst... ^^

Bis bald
Teresa :)

Freitag, 1. August 2014

Erstickungsgefahr im Papierkram!

Hallihallo,

Solangsam rückt meine Abreise immer näher, doch bis zum Schluss musste ich Unmengen an Formularen ausfüllen und ausfüllen lassen, Briefe und Einschätzungen schreiben und verschiedene Dinge beantragen. Wie zuletzt das Visum.
Für das kanadische Visum muss man nicht (im Gegensatz zu einem Visum für die USA) zur kanadischen Botschaft, sondern kann es ab 16 sogar online beantragen. Das haben meine Eltern und ich dann natürlich auch gemacht, aber es gestaltete sich teilweise reichlich schwer, da manchmal nicht klar war, was man in bestimmte Lücken einsetzten musste, damit der Antrag dann auch wirklich angenommen und gestellt werden konnte. Hinzu kamen 100 CAD Bearbeitungsgebühr, die man selbst zahlen musste. Somit dauerte die Beantragung länger, als gedacht.
Außerdem brauchte ich eine Einkommenserklärung meiner Eltern und eine internationale Geburtsurkunde (ist glaube ich schon bei der Bewerbung fällig).
Über die Zeit hat sich dann schon einiges an Papierkram angesammlt und man muss aufpassen, dass man nichts verschlampt... :D Also am besten wirklich frühzeitig anfangen, sonst wird es nach hinten raus echt stressig.

Bis bald
Eure Teresa :)

Samstag, 31. Mai 2014

Geballte Ladung Informationen- Das Vorbereitungsseminar

Hallihallo,

Ich hatte zwar angekündigt in meinem nächsten Post ein paar Worte zur Bewerbung und dem ganzen Papierkram zu sagen, ABER letztes Wochenende war ich zum Vorbereitungsseminar in Hamburg und dieses Ereignis werde ich jetzt hier mal noch dazwischen schieben. ;)

Alles fing damit an, dass wir 10.00 Uhr im "America-Center" sein sollten. Ich kam zur Tür rein und sofort sprach mich eine nette Frau an und sagte:"Hey, du musst Teresa sein! Dich hab ich sofort von den Bewerbungsunterlagen erkannt." Ahhhh, das also war Frau Malutzki, die sich um das Bewertungsverfahren gekümmert hat. Schon beeindruckend,  dass sie einen aus so vielen anderen Austauschschülern erkennt.. :D

Mit etwas Infomaterial wurde ich dann in einen Konferenzraum geschickt, in dem schon einige andere USA- bzw. Canada-Tauschies saßen. Ich war sooo aufgeregt!
Die Veranstaltung begann mit einem Kennlernspiel, bei dem man dann auch erfuhr, wer in die USA und wer nach Canada geht. Die Zahl der Canada-Tauschies war ernüchternd. Gerade mal fünf! Aber immerhin sind alle sehr nett. :)
Danach wurden wir in Gruppen geteilt und sollten Problemsituationen nachstellen, die uns vllt passieren könnten und zu denen wir uns einen Lösungsvorschlag überlegen sollten.
Nach der Pizza-Mittagspause ging es dann mit Zuhören und Fragen stellen weiter. Vieles wusste ich schon, einiges war neu und die drei ehemaligen Austauschschüler von STS, die zu Gast waren, konnten uns auch nochmal ein paar Tips geben. Auf einige Themen werde ich dann wahrscheinlich auch nochmal während meines Austauschjahrs zurückkommen.
Es gab nochmal eine Kaffee- und Kuchenpause zusammen mit den Eltern, die parallel auch eine Info-Veranstaltung hatten.
Zuletzt hatten wir dann noch die Möglichkeit,  uns mit den Ehemaligen zu unterhalten und noch offen gebliebene Fragen zu stellen.
Am Ende haben wir noch schöne Gruppenfotos gemacht und auch gleich noch eine WhatsApp-Gruppe gegründet.

Es war ein schöner und informativer, wenn auch recht anstrengender Tag. Für den Abflugtag bekamen wir noch schön knallig gelbe STS-Shirts und einen dazu passenden Rucksack. Damit gehen wir auf dem Flughafen dann sicherlich nicht verloren. ;)

Nun heißt es lediglich noch warten und hoffen, dass das Jahr mindestens genauso gut wird, wie bei den ehemaligen.

Bis bald

Eure Teresa :)

Samstag, 17. Mai 2014

Die Qual der Wahl - welche Austauschorganisation?

Hallo ihr Lieben,

heute lasse ich nun endlich mal wieder was von mir hören und zwar zum Thema Austauschorganisationen, von denen es ja mehr als genug gibt. Somit ist auch mir die Wahl nicht leicht gefallen, aber der Reihe nach...

Wie ich schon in einem meiner vorangegangen Posts erwähnte hatte, war ich ganz zu Anfang auf einer Austausch - Messe in Berlin. Ich bin von Stand zu Stand getingelt und hab ordentlich Infomaterial gesammelt. Zum Schluss hatte ich echt viel und erstmal einen (wenn auch nicht besonders guten) Überblick.

Zuhause bin ich das Ganze dann mit meiner Mutti durchgegangen und habe mir Austauschorganisationen rausgesucht, die das anboten, was ich wollte - Kanada, möglichst im französischen Teil, aber auf einer englischen Schule. Diese Vorstellung war natürlich schon relativ speziell und konnte den Kreis der potentiellen Austauschorganisationen auch ordentlich einschränken. Noch dazu wurden übermäßig teure AOs gleich mit aussortiert.

Als nächstes hieß es dann:

  • sich im Internet (vor allem Foren waren sehr hilfreich!) über die verschiedenen AOs informieren,
  • Kurzbewerbung schreiben und
  • warten...
  • ...warten...
  • ....warten.
Ich persönlich habe mich gleich mal bei vier AOs (DFSR, Give, YFU und meiner jetzigen Austauschorganisation STS) gleichzeitig beworben, um die Wahrscheinlichkeit angenommen zu werden, etwas zu pushen. ;) Und ja, es hat wirklich geklappt! :) Alle AOs luden mich zu einem Vorstellungsgespräch ein und drei der vier hätten mich auch angenommen.

Letztendlich habe ich mich für STS entschieden, weil sie diejenigen waren, die mich am meisten überzeugt haben. Ich bekam eine Garantie, für ein Bilingual - Programm in Französisch - Kanada und durfte sogar noch wählen, ob meine Gastfamilie Englisch, Französisch oder Bilingual sein soll. Es war genau das, was ich wollte.
Die anderen AOs waren natürlich auch nicht schlecht, DFSR hat mich ebenfalls überzeugt, konnte mir aber im Jahr 2014/15 aus organisatorischen Gründen keinen Platz in Französisch - Kanada anbieten.

In meinem nächsten Bericht, werde ich etwas ausführlicher über das Bewerbungsverfahren schreiben ;) So viel schon mal vorweg: Ich musste einiges an Willenskraft aufwenden, um den unendlich scheinenden Papierkram zu bewältigen. Aber mehr dazu später :) 

Bis dahin!

Eure Teresa

Donnerstag, 1. Mai 2014

Warum Kanada?!

Hallöchen,

nach dem ich mich erstmal in meinem Blog zurechtfinden musste, melde ich mich heute mal wieder und möchte eine Frage beantworten, die mir immer wieder gestellt worden ist: Warum gehst du nach Kanada?

Als erstes muss ich gestehen, dass ich nicht von Anfang an vor hatte, in Kanada mein Auslandsjahr zu machen. Das Kriterium, welches mir am wichtigsten war, war "Englisch besser lernen" gefolgt von "weit weg von Zuhause". Ersteres erklärt sich sicherlich von alleine - Englisch = Weltsprache und deshalb immer nützlich. Außerdem hoffe ich, dass mir ein gutes Englisch später mein Studium erleichtert.
Dass ich gerne in ein Land wollte, das etwas weiter weg von Zuhause ist, lag ganz einfach daran, dass ich niemanden haben möchte, der mir reinquatscht. Ein Jahr mal neue Erfahrungen sammeln, an ihnen wachsen und dazulernen.
Beide Haupt-Kriterien erfüllen natürlich einige Länder, doch meine erste Wahl fiel, natürlich, auf die USA! Klar, da waren auch schon viele, die echt zufrieden mit ihrem AJ waren. An Kanada reizte mich jedoch die Zweisprachigkeit. Bis dahin war mir das noch nie so bewusst geworden, aber warum nur eine Sprache besser lernen, wenn man auch noch in einer zweiten Sprache seinen Wortschatz verbessern kann?! Schließlich lerne ich hier in der Schule auch noch Französisch und der östliche Teil Kanadas spricht passender Weise Englisch UND Französisch. Im nachhinein wurde mir dann auch noch gesagt, dass das Schulsystem in Kanada besser sein soll, als in den USA und die Menschen noch netter wären und die Großstädte wesentlich schöner.
Ich hatte mein perfektes Gastland also gefunden. Jetzt musste ich nur noch eine Austauschorganisation finden, die mich mit nach Französisch-Kanada nehmen würde...Aber dazu später mehr ;)

Ich wünsche euch jetzt noch ein paar schöne Tage und bis bald.

Teresa